Lehrkräftemangel macht besondere Maßnahmen erforderlich

Martin Habersaat: Bisher hat die Bildungsministerin nur mit dem NDR über ihre Pläne gesprochen und nicht mit dem Landtag.

Bild: Foto: Michael August

Zum Modellversuch einer „Land-Prämie“ für Nachwuchs-Lehrer erklärt der stv. Vorsitzende und bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Martin Habersaat:

„Bisher hat die Bildungsministerin nur mit dem NDR über ihre Pläne gesprochen und nicht mit dem Landtag. Ein bisschen überraschend ist die Auswahl der vier Kreise, beispielsweise gibt es nach unserer Kenntnis auch in Nordfriesland Schulen mit gravierendem Fachkräftemangel. Wir hoffen, dass die Ministerin die Auswahl der Schulen noch transparent machen wird.

Der dramatische Mangel an ausgebildeten Lehrkräften an unseren Grundschulen macht besondere Maßnahmen erforderlich. Wir müssen gemeinsam beobachten, ob diese Zulage zum gewünschten Erfolg führt oder ob mit dem Stopfen einer Lücke lediglich eine neue anderswo gerissen wird. Grundschulen im Kreis Stormarn beispielsweise, denen es auch bereits heute an Fachkräften mangelt, werden künftig mit besser zahlender Konkurrenz im Süden (Hamburg, Niedersachsen), Osten (Kreis Herzogtum Lauenburg) und Westen (Kreis Segeberg) konkurrieren müssen.“

„Gespannt sind wir auf den ersten Streitfall, wenn das Land wegen „schuldhaftem Nichtbestehen der Laufbahnprüfung“ die Sonderzulage zurückverlangt, wie es auf den Webseiten des Bildungsministeriums angedroht wird.“

Martin Habersaat