Ein Schritt in die richtige Richtung!

Ralf Stegner: Es ist eine gute Nachricht für Schleswig-Holstein, dass wir gemeinsam mit Regierung, regierungstragenden Fraktionen, demokratischer Opposition und Vorstand einen Zukunftspakt für unser Universitätsklinikum unterzeichnet haben.

Ralf Stegner Bild: Foto: Michael August

„Die SPD wird streng darauf achten, dass bei den notwendigen Maßnahmen das Personal nicht vergessen wird. Hierzu zählen für uns insbesondere die Gesundheit und gute Arbeitsbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Ralf Stegner

Anlässlich der von SPD und SSW beantragten Aktuellen Stunde zum Zukunftspakt für das UKSH erklärt der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Ralf Stegner:

„Es ist eine gute Nachricht für Schleswig-Holstein, dass wir gemeinsam mit Regierung, regierungstragenden Fraktionen, demokratischer Opposition und Vorstand einen Zukunftspakt für unser Universitätsklinikum unterzeichnet haben. Die Schulden des UKSH sind am Ende auch immer die Schulden des Landes. Darum ist die jetzt vereinbarte Übernahme von insgesamt bis zu 341 Millionen Euro logisch, konsequent und hat unsere Unterstützung.

Das wird für das UKSH eine Entlastung sein und es ist auch ein Stück Ehrlichkeit, was den Schuldenstand des Landes angeht. Das UKSH ist der einzige Maximalversorger des Landes, bietet interdisziplinäre Krankenversorgung und weltweit beachtete Spitzenforschung. Es ist unverzichtbar für viele Tausend Patientinnen und Patienten, die jedes Jahr behandelt werden. Aber es hat auch eine besondere Bedeutung als größter öffentlicher Arbeitsgeber im Land – mehr als 14.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hier beschäftigt.

Mit der Eröffnung der beiden Neubauten in Lübeck und Kiel hat das UKSH ein wichtiges Zwischenziel erreicht. Endlich spiegelt sich die medizinische Qualität auch im äußeren Erscheinungsbild wieder. Dennoch hat der modernste Neubau für die Patientinnen und Patienten keinen Mehrwert, wenn es an qualifizierten Pflegekräften fehlt. Das bleibt jenseits aller finanziellen und organisatorischen Fragen die vermutlich größte Herausforderung. Wir begrüßen, dass mit den Arbeitnehmervertretern über die Erprobung des schwedischen Arbeitszeitmodells gesprochen werden soll. Das kann eine wichtige Trendwende sein, nachdem die Pflegekräfte über Jahre eine immer stärkere Verdichtung, aber kaum Entlastung gespürt haben.

Die SPD wird streng darauf achten, dass bei den notwendigen Maßnahmen das Personal nicht vergessen wird. Hierzu zählen für uns insbesondere die Gesundheit und gute Arbeitsbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es wäre nicht nur aus Oppositionssicht reichlich merkwürdig, wenn alle Probleme des UKSH mit dem jetzt vorliegenden Zukunftspakt gelöst wären – das sind sie sicherlich nicht. Aber der Pakt ist mindestens ein Schritt in die richtige Richtung.“