Schwimmen, Lauftreffs und Radgruppen – erlauben, was auf Abstand draußen stattfinden kann

Kathrin Bockey: "Baden und Toben im Wasser und überfüllte Freibäder werden wir in diesem Sommer sicher nicht so schnell erleben. Aber landesweit schwimmen tausende Menschen, um gesund zu bleiben."

Kathrin Bockey Bild: Michael August

Zur Diskussion, welche Sportaktivitäten wieder erlaubt werden sollen, erklärt die sportpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Kathrin Bockey:

„In den kommenden Tagen wird die Landesregierung darüber beraten, in welcher Form welche Sportaktivitäten zeitnah erlaubt werden sollen. In diesem Zusammenhang habe ich mich bei Innenminister Grote dafür stark gemacht, dass das Schwimmen zu sportlichen und gesundheitlichen Zwecken schnell wieder erlaubt sein sollte. Baden und Toben im Wasser und überfüllte Freibäder werden wir in diesem Sommer sicher nicht so schnell erleben. Aber landesweit schwimmen tausende Menschen, um gesund zu bleiben. Wenn wir den Menschen beim Einkaufen Vernunft zutrauen, dann sollte das auch für Lauftreffs und Radsportgruppen gelten. Sportarten an der frischen Luft sind doppelt gesund, wenn sich die Sportler körperlich nicht nahe kommen. Die Abwehrkräfte werden gestärkt und die allgemeine Fitness steigt.

In einem Eckpunktepapier der Staatskanzlei gibt es konkrete Hinweise darauf, dass man für Mai über neue Sportregelungen nachdenken möchte. Wenn man im Innenministerium die Fragen bewegt, Segeln, Reiten, und Tennis zu erlauben, dann dürfen Schwimmen, Laufen und Radsport in Gruppen nicht fehlen!“

Das Risiko einer Ansteckung an der frischen Luft in einem Freibad ist als gering zu bewerten, wenn es darum geht „seine Bahnen zu ziehen“. Gleiches gilt für Radfahren und Laufen. Als sportpolitische Sprecherin würde ich sogar noch einen Schritt weiter gehen: Ich wünsche mir, dass die Landesregierung allen Bädern die Möglichkeit gibt, in kleinen Gruppen mehr Schwimmunterricht anzubieten! Die notwendigen Abstandsregeln dürfen dabei selbstverständlich nicht außer Acht gelassen werden. Wenn die ganzen Nichtschwimmerbecken nicht genutzt werden können für den reinen Spaßbetrieb, eröffnet dies vielleicht andere Chancen. Vielleicht können wir in diesem Sommer intensiver als sonst Schwimmkurse anbieten und damit das Personal in unseren Bädern sinnvoll einsetzen! Eine Regulierung der Besucherzahlen und damit ausschließlich Einzelumkleidemöglichkeiten sollten lösbare Probleme darstellen.“