Umfrage des Kinderschutzbundes bestätigt: soziale Spaltung der Schüler*innen wächst

Kai Vogel: Ich danke dem Kinderschutzbund für seine Online-Umfrage unter den schleswig-holsteinischen Schüler*innen, die größtenteils Gymnasien oder Gemeinschaftsschulen besuchen.

Kai Vogel Bild: Foto: Michael August

Zur heute vorgestellten Umfrage des Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein erklärt der schulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Kai Vogel:

„Ich danke dem Kinderschutzbund für seine Online-Umfrage unter den schleswig-holsteinischen Schüler*innen, die größtenteils Gymnasien oder Gemeinschaftsschulen besuchen. Auch wenn 1.000 Befragte nicht vollständig repräsentativ sein können, zeigt sich dennoch, dass die durch die Corona-Pandemie entstandene Situation, besonders die wochenlange Schließung der Schulen, für viele Schüler*innen eine sehr schwierige Situation geschafften hat. Wenn die Hälfte der Befragten sich darauf verlassen kann, dass sie zu Hause Unter-stützung bei den Schulaufgaben hat, heißt das eben, dass die andere Hälfte keinerlei Backup hat, so dass sich die Spaltung zwischen wirtschaftlich starken und schwachen Familien weiter verschärft hat. Das Homeschooling wird in seinen Auswirkungen sehr unterschiedlich wahrgenommen. Deutlich mehr Befragte äußern, es nehme im Vergleich zum Präsenzunterricht mehr Zeit in Anspruch. Und 39 Prozent sehen sich durch das Homeschooling noch stärker belastet als zuvor. Gut, dass der Kinderschutzbund uns immer wieder verdeutlicht, wie viele Kinder und Jugendliche in der Schule den Anschluss verlieren. Mit unseren Anträgen zur Ganztagsschule greifen wir genau dieses auf, um zu helfen. Wir werden, sobald wieder „normale“ Verhältnisse an den Schulen herrschen, Bilanz ziehen müssen, welche sozialen Verwerfungen durch die Pandemie geschaffen bzw. verstärkt wurden und wie Politik und Gesellschaft dort wieder gegensteuern können.“

Kai Vogel