Wachsam bleiben

Tobias von Pein: Die Studie zeigt, dass die Anzahl an antisemitischen Vorfällen im Jahr 2020 fast so hoch war wie im Jahr 2019.

Bild: Foto: Michael August

Zu der „Unabhängigen Auswertung antisemitischer Vorfälle Januar bis Oktober 2020 in Schleswig-Holstein“ der landesweiten Informations- und Dokumentationsstelle Antisemitismus in Schleswig-Holstein, erklärt Sprecher der SPD- Landtagsfraktion gegen Rechtsextremismus, Tobias von Pein:

„Die Studie zeigt, dass die Anzahl an antisemitischen Vorfällen im Jahr 2020 fast so hoch war wie im Jahr 2019. Dabei ist allerdings zu bedenken, dass viele Orte, an denen in den vergangenen Jahren antisemitische Vorfälle gemeldet wurden, im letzten Jahr durch die Corona-Pandemie verschlossen blieben. Der von Rechten betriebene Antisemitismus bleibt also nicht nur auf einem hohen Niveau, sondern findet auch neue Ventile, um sein menschenverachtendes Gedankengut in den öffentlichen Raum (siehe Coronaleugnungsdemos) zu tragen. Es ist deshalb wichtig, wachsam zu bleiben, präventiv über Antisemitismus aufzuklären und antisemitische Vorfälle direkt zu melden. Die Bekämpfung von Antisemitismus gehört zu den wichtigsten Aufgaben unserer Gesellschaft. Die Verantwortung liegt bei allen Akteur*innen. Jeder neue Vorfall ist einer zu viel.”

Tobias von Pein