Übersicht

Meldungen

Bild: Michael August

Erfolge bewahren, Akzeptanz erhalten!

Ralf Stegner: Bei den meisten hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Bewältigung der Corona-Pandemie kein Sprint, sondern ein Marathon ist. Der Schutz der Gesundheit eines großen Teils unserer Gesellschaft muss noch über viele Monate Priorität haben.

Serpil Midyatli
Bild: Werner Schuerig

Ist Fußball wichtiger als Familien?

Am Ergebnis der heutigen Verhandlung zwischen Bund und Ländern irritiert mich, dass die Öffnung der Bundesliga offenbar eine höhere Priorität zu haben scheint als die Situation der Familien. Was die Eltern in der Corona-Krise leisten, ist fast schon übermenschlich. Es wird Zeit, dass für sie endlich spürbare Entlastungen kommen.

Ralf Stegner
Bild: Susie Knoll

Das Beste vom Schlechten ist der Schluss: Was wir nach Corona ändern müssen

Bundespräsident Frank Steinmeier hat es in seiner bemerkenswerten Ansprache auf den Punkt gebracht: Corona fördert das Beste und das Schlechteste in den Menschen zutage und ist zugleich eine Prüfung für unsere Mitmenschlichkeit. Die einen kümmern sich rührend um Nachbarn oder arbeiten bis zur Erschöpfung dafür, dass Menschen versorgt und gerettet werden und der Laden weiterläuft. Die anderen ergaunern sich staatliche Hilfen, auf die Berechtigte dringlich warten oder machen Profit aus der Not anderer und klauen Desinfektionsmittel. Auch wenn das Gute zum Glück weit überwiegt: Die Gegenüberstellung zeigt, dass so manches in Krisensituationen ins Rutschen gerät, manchmal auch unser Urteilsvermögen.

Nicht nur mit Horst Schnacken, sondern machen!

Regina Poersch: Die dänische Regierung hat bereits Ende April die Möglichkeit geschaffen, Verwandte in Dänemark zu besuchen. Wir haben die Landesregierung am 22. April im Europaausschuss aufgefordert, den Grenzverkehr zwischen Dänemark und Schleswig-Holstein zu erleichtern, selbstverständlich unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes und des Infektionsgeschehens.

Bild: Michael August

Nicht nachlassen!

Tobias von Pein: Die größte Gefahr geht in Deutschland von Rechtsextremist*innen aus. Extremist*innen versuchen zunehmend, die Grundrechtseinschränkungen durch die Corona-Krise für sich zu instrumentalisieren und als Bestätigung für ihre jeweilige Verschwörungs- und Unterdrückungstheorien zu präsentieren.

Corona
Bild: Pixabay

Die Krise zeigt die Dringlichkeit neuer Wege – und von mehr Konsequenz in der Politik

Mutiges Umsteuern und Paradigmenwechsel können mehr Probleme lösen, als ein holpriger Reparaturversuch mit abgenutzten Werkzeugen. Neu zu denken heißt auch und zuerst anders führen: es bedeutet den Weg zu zeigen, heißt überzeugen, muss neue Kategorien zum Maßstab der Politik machen. Abgewandelt frei nach Olof Palme müssen wir mit Politik tatsächlich und konsequent „etwas anderes wollen“.

Bild: Felix Deutschmann

Start an den Schulen

Martin Habersaat: Der Unterrichtsbetrieb beispielsweise für die 4. Klassen an Grundschulen und die 6. Klassen an Gymnasien soll am 6. Mai wieder aufgenommen werden

Bild: congerdesign (Pixabay)

Beitragsfreiheit bis zum Sommer!

Serpil Midyatli: Es wird immer klarer, dass sowohl die Kitas als auch die Betreuungsangebote an den Schulen mindestens bis zu den Sommerferien nicht für alle Kinder geöffnet werden. Deshalb kann man den Eltern diese nicht erbrachten Leistungen nicht auch noch in Rechnung stellen.

Bild: DGB/Hannes Caspar/Annika Weinthal/Martin Huch/Antje Kröger/Thomas Karsten/Blndell Productions - dpa/oh/Lucas Allen/Anna K.O./Julia Hauck

Solidarisch statt alleine: Der 1. Mai geht online!

Seit 130 Jahren ist es das erste Mal, dass wir am 1. Mai nicht gemeinsam auf die Straße gehen. Gleichzeitig zeigt die Corona-Krise die Wichtigkeit dieses Tages. Systemrelevant sind die Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger, Sicherheitskräfte, Verkäuferinnen und Verkäufer, Erzieherinnen und Erzieher sowie LKW-Fahrerinnen und LKW-Fahrer. Genau diese Beschäftigten haben harte Arbeitsbedingungen und niedrige Löhne. Für ihren Einsatz verdienen sie unsere Solidarität. Darum geht es am 1. Mai!

Bild: BenjaminNelan

Kein Strukturwandel mit dem Holzhammer!

Ralf Stegner: So sehr wir das politische Ziel teilen, den ökologischen Umbau der Wirtschaft voranzutreiben, so ist die Forderung des Umweltministers – wenn man sie zu Ende denkt – unrealistisch und würde auf den Rücken derjenigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ausgetragen werden, die jetzt schon Angst um ihre Arbeitsplätze haben.