Nachhaltige Landwirtschaft

Mit unserer Politik wurde die nachhaltige Landwirtschaft gestärkt. Die Förderung des ökologischen Landbaus haben wir deutlich erweitert. Mit der Netzwerkstelle Ökolandbau sind wir auf dem richtigen Weg. Das Dauergrünlanderhaltungsgesetz, das Programm zum Schutz der Moore und der Vertragsnaturschutz sind weitere wichtige Bausteine für eine nachhaltige Landwirtschaft.

Bild: Free-Photos (Pixabay)

Wir wollen eine in die ländlichen Räume eingebundene, nachhaltige und ressourcenschonende Landwirtschaft. Sie soll artgerechte Tierhaltung, Maßnahmen zum Klima- und Gewässerschutz ebenso fördern wie den Ökolandbau und die Anwendung von modernen Produktionsverfahren, die dem Erhalt einer artenreichen Kulturlandschaft dienen. Die Agrarförderung werden wir konsequent am Prinzip „öffentliches Geld für öffentliche Güter“ ausrichten.

Durch die Förderung der Digitalisierung der Landwirtschaft wollen wir Landwirtinnen und Landwirte darin unterstützen, effizienter produzieren zu können und dadurch auch deren wirtschaftliche Zukunft sichern. Die Digitalisierung hilft sowohl der konventionellen als auch der ökologischen Landwirtschaft, zukunftsfähig zu bleiben. Wir werden die Forschung im Bereich des Einsatzes georeferenzierter Informationen in der Landwirtschaft fördern. Big-Data im Stall und auf dem Feld soll die Regel und nicht die Ausnahme sein. Die bestehenden Förderinstrumente im Bereich der Landwirtschaft werden wir um spezielle Förderprogramme zur Digitalisierung gerade kleinerer Höfe erweitern.

Wir setzen auf Aus-, Fort- und Weiterbildung. Die Agrarsoziologie soll in Forschung und Lehre etabliert werden. Das Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume wollen wir stärken. Die künstliche Einführung von fremden Gen-Sequenzen sowie die Manipulation des vorhandenen Genoms zur Steigerung landwirtschaftlicher Erträge lehnen wir wegen der Risiken für den Naturhaushalt und den in Deutschland nicht erkennbaren gesellschaftlichen Mehrwert ab.

Moderne bäuerliche Landwirtschaft braucht faire Preise

Unsere Landwirtschaft wird bis heute von bäuerlichen Familienbetrieben geprägt. Sie können nur bestehen, wenn Handel und Verbraucher faire Preise zahlen.

Alle Verbraucherinnen und Verbraucher sollen Zugang zu gesunden und nachhaltig produzierten Lebensmitteln haben. Der Wert von Lebensmitteln wird in unserer Gesellschaft oftmals nicht ausreichend geachtet. Hier werden wir für Verbraucheraufklärung und Bildung sorgen. Gleichzeitig müssen Landwirte von ihrer Arbeit leben können. Überproduktion und der damit verbundene Preisverfall behindern eine Entwicklung im Sinne der Nachhaltigkeit.

Viele landwirtschaftliche Betriebe wollen sich breiter aufzustellen. Den Start in neue Geschäftsfelder werden wir fördern. Wir werden kreislauforientierte Prozesse und Produkte besonders unterstützen. Ziel sind geringere Mengen, hohe Qualität und faire Preisen. Das schließt den Export hochwertiger landwirtschaftlicher Erzeugnisse ein. Unser Ziel ist, einen Beitrag zu weltweit nachhaltiger Landwirtschaft zu leisten.

Biodiversität erhalten – Nährstoffüberschüsse begrenzen

Wir wollen die Artenvielfalt Schleswig-Holsteins erhalten und setzen uns dafür ein, dass der natürliche Lebensraum der einheimischen Pflanzen und Tiere nicht weiter zerstört wird. Das empfindliche Ökosystem der Nord- und Ostsee sowie der bedrohte Artenreichtum an Tieren und Pflanzen in unserem Flächenland bedürfen unseres besonderen Schutzes.

Mit der Allianz für Gewässerschutz haben wir eine wichtige Vereinbarung zur Verminderung von Nährstoffeinträgen in Gewässern begründet. Wir wollen Nährstoffeintrag und Belastung durch Pflanzenschutzmittel weiter reduzieren. Mit eindeutigen und verlässlichen Regeln wollen wir Leitplanken für die Nachhaltigkeit setzen.

Dafür werden wir flächengebundene Tierhaltung, Hoftorbilanz, Pufferstreifen an Gewässern sowie Sperrfristen für die Ausbringung von Dünger voranbringen. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln muss minimiert werden. Glyphosat wollen wir grundsätzlich verbieten und die Neuregelung der Zulassungsverfahren von Pflanzenschutzmitteln auf den Weg bringen. Vertragsnaturschutz und angepasste Produktionsweisen werden wir fördern.

Tierwohl schützen

Wir haben einen runden Tisch Tierwohl eingerichtet. Gemeinsam werden praktische Lösungen für eine am Tierwohl orientierte Landwirtschaft entwickelt.

Zudem werden wir einen Tierschutzplan für Schleswig-Holstein aufstellen. Dieser wird von unabhängigen Veterinären auf wissenschaftlicher Basis begleitet werden.

Die heimische Futterproduktion wollen wir mit einer Eiweißstrategie unterstützten. Diese hat das Ziel, gentechnisch veränderte Futtermittel aus Übersee zu vermeiden. Das Grünland soll erhalten werden, indem wir die Weidewirtschaft fördern und ein Weidemilchprogramm auflegen.