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Schule

Bild: Foto: Michael August

Auch in Deutsch geht es bergab und Unterschiede werden größer

Martin Habersaat: Schleswig-Holstein steht bei den Leistungen im Deutschunterricht zwar nicht auf dem letzten Platz aller Länder, teilweise steigt die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die die Mindeststandards verfehlen, hier aber so stark wie in keinem anderen Bundesland. Der Anteil derer, die den Optimalstandard erreichen, geht dagegen zurück. Geht es so weiter, ist der Vorsprung vor der roten Laterne bald verspielt.

Bild: Thorsten Pfau

Schulbau: Große Probleme ohne Lösung

Martin Habersaat: "Der Sanierungsstau bei den Schulen ist riesig, vielerorts fehlen Räume. Für ein 120-Millionen-Euro Programm des Landes („IMPULS 2030 II“) meldeten die kommunalen Schulträger Vorhaben über ein Volumen von rd. 1,06 Mrd. Euro. Viele hatten aber von Vornherein auf eine Meldung verzichtet, da eine Überzeichnung des Programms absehbar war. Den kompletten Bedarf kennt die Landesregierung nicht und will ihn lieber auch nicht kennen."

Bild: Thorsten Pfau

Zu viele junge Menschen ohne Schulabschluss

Martin Habersaat: Das sind Hamburg und Bremen und nicht das selbsternannte Digitalisierungswunderland Schleswig-Holstein, wo noch immer an jeder Schule das digitale Rad neu erfunden werden soll und wo es noch immer vom Zufall abhängt, welche digitalen Möglichkeiten Schüler*innen und Eltern an ihrer Schule vorfinden.

Bild: Philip Häniche

Ministerinnen bleiben Antworten schuldig

Martin Habersaat: Wenn die Bildungsministerin in der Analyse des dramatischen Abschneidens Schleswig-Holsteins beim IQB-Bildungstrend feststellt, dass die größten Schwierigkeiten bei Kindern liegen, die keine Kindertageseinrichtung besucht haben, muss die Landesregierung hier auch Antworten liefern:

Bild: Philip Häniche

Deutsch als Zweitsprache (DaZ) 2022

Martin Habersaat: Die hohe Zahl an DaZ-Schülerinnen und -Schülern aus der Ukraine, die seit Beginn des dortigen Krieges nach Schleswig-Holstein gekommen sind, führte zu mehr als einer Verdoppelung der Schülerzahl in der DaZ-Basisstufe.

Bild: Philip Häniche

Abschlussprüfungen dürfen nicht zu Hotspots werden

In den kommenden Wochen schreiben viele Schülerinnen und Schüler ihre Klausuren für den Ersten und Mittleren Schulabschluss und für das Abitur. Da werden viele Schülerinnen und Schüler auf engem Raum zusammensitzen.

Bild: Michael August

Lehrkräftenachwuchs: So interessiert war Karin Prien an den Fachkräften

Martin Habersaat: Die Verbesserung der Qualifikationen der zukünftigen Lehrkräfte und eine ausreichende Versorgung unserer Schulen mit Fachkräften sind ständige Aufgaben, bei denen es keinen Stillstand geben darf. Es gibt Regionen und Standorte in unserem Land, die seit langem damit zu kämpfen haben, dass es nicht genügend Bewerber*innen gibt.

Bild: klimkin (Pixabay)

Mehr Gesundheit im Schulalltag fördern

Birte Pauls: Schule ist mehr als lernen und die Lebenswelt Schule ist maßgeblich für Kinder und Jugendliche, auch um gesund aufzuwachsen. In Schulen wird Gesundheit gelernt, erfahren und gefördert. Auch jetzt schon. Kinder und Jugendliche verbringen aber auch immer mehr Zeit in der Schule und wir brauchen deshalb auf diesem Gebiet ein zeitgemäßes Angebot: Schulgesundheitsfachkräfte!

Bild: slightly_different (Pixabay)

Versetzungsgefährdet!

Martin Habersaat: Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein erhalten dieser Tage auf welchem Wege auch immer ihre Halbjahreszeugnisse. Tausende Kinder, Jugendliche und Eltern sitzen zuhause und blicken traurig auf Hinweise, die vor einer Versetzungsgefährdung warnen. Es scheint Klassen zu geben, in denen die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler betroffen ist...

Bild: Foto: Michael August

Größtmögliche Verlässlichkeit

Martin Habersaat: Wir brauchen Klarheit für die Schulen und ein höchstmögliches Maß an Planbarkeit und Verlässlichkeit. Deshalb haben wir diesen Bericht beantragt, den es andernfalls wohl nicht gegeben hätte. Immerhin: Ein bisschen Klarheit hat er gebracht, wie sich ja auch auf der gestrigen Pressekonferenz schon andeutete.

Bild: Foto: Michael August

Chancengerechtigkeit nur mit Ganztagsschulen

Martin Habersaat: Die Erziehungswissenschaftlerin Anne Sliwka nennt drei Ziele von Schule: die Chancengerechtigkeit für alle, die Exzellenz, also das Heranführen von möglichst vielen Schülerinnen und Schülern an die Leistungsspitze, und das Wohlbefinden, also eine Schule, in die die Kinder und Jugendlichen gern gehen.